Kupplungstechnik für Pneumatik, Hydraulik & Industrie

Kupplungen für Druckluft, Hydraulik, Wasser & Industrie

Kupplungen nach Medium, Nennweite und System auswählen

 

Diese Kategorie umfasst lösbare Kupplungsverbindungen für Druckluft, Hydraulik, Wasser und weitere technisch freigegebene Medien. Zur Auswahl stehen Schnellverschluss-, Sicherheits-, Schraub-, Flat-Face-, Klauen-, Schlauch-, Tankwagen-, Feuerwehr- und Mehrfachkupplungen.

Druckluftkupplungen sind in unterschiedlichen Nennweiten und Steckprofilen erhältlich. Kupplungsdose und Kupplungsstecker müssen demselben Profil und derselben Baugröße entsprechen. Die Nennweite beeinflusst den freien Strömungsquerschnitt, ist aber keine vollständige Kompatibilitätsangabe.

Für Hydraulikanwendungen stehen unter anderem Flat-Face-Kupplungen nach ISO 16028, Kupplungen nach ISO 7241-1 A und B sowie Schraubkupplungen nach ISO 14541 zur Verfügung. Wasser- und Schlauchsysteme werden durch GARDENA®-, GEKA®-, GK-, Kamlock-, Tankwagen- und Storz-Kupplungen ergänzt.

Wählen Sie zunächst Medium und Kupplungssystem. Prüfen Sie anschließend Nennweite, Profil, Anschlussart, Werkstoff, Dichtung, Betriebsdruck, Temperaturbereich, Durchfluss und die zulässige Kuppelbarkeit unter Druck.

 

Druckluft-, Sicherheits- und Hydraulikkupplungen

 

Druckluft-Schnellkupplungen ermöglichen das wiederholte Verbinden und Trennen von Druckluftleitungen und Werkzeugen. Die angebotenen Serien unterscheiden sich durch Nennweite, Steckprofil, Anschlussart, Werkstoff, Durchfluss und zulässigen Betriebsdruck.

Eine identische Nennweite bedeutet nicht automatisch, dass Kupplungsdose und Stecker zusammenpassen. Zusätzlich müssen Profil, Verriegelungsgeometrie und Abmessungen übereinstimmen. Auch ähnlich bezeichnete Industrie- oder Europrofile dürfen nur entsprechend der technischen Zuordnung kombiniert werden.

Sicherheitskupplungen bauen den nachgeschalteten Druck je nach Funktionsprinzip kontrolliert ab, bevor die Verbindung vollständig getrennt wird. Dadurch kann das Risiko eines unkontrolliert zurückschlagenden Druckluftschlauches reduziert werden. Die konkrete Entlüftungs- und Entriegelungsfunktion ist anhand der jeweiligen Serie zu prüfen.

Hydraulikkupplungen sind für andere Druckbereiche und Medien als pneumatische Schnellkupplungen vorgesehen. Flat-Face-, Steck- und Schraubkupplungen unterscheiden sich hinsichtlich Ventiltechnik, Restleckage, Druckverlust, Kuppelkräften und der Möglichkeit, unter Rest- oder Betriebsdruck zu kuppeln.
 

Werkstoffe, Dichtungen und Kupplungsnormen

 

Kupplungen sind je nach System aus Messing, vernickeltem Messing, Stahl, Edelstahl, Aluminium, Temperguss, Polypropylen, POM oder PVDF erhältlich. Der Grundwerkstoff beeinflusst Belastbarkeit, Korrosionsverhalten und Medienbeständigkeit, reicht allein aber nicht für die technische Auswahl aus.

Die Dichtungen müssen ebenfalls zu Medium und Temperaturbereich passen. NBR, FKM und EPDM besitzen unterschiedliche Beständigkeitseigenschaften. Eine allgemeine Zuordnung zu Öl, Chemikalien, Wasser oder hohen Temperaturen ist ohne Berücksichtigung der konkreten Werkstoffqualität und Betriebsbedingungen nicht ausreichend.

Normen und Profile definieren unterschiedliche Merkmale. ISO 16028, ISO 7241-1 A, ISO 7241-1 B und ISO 14541 beziehen sich auf bestimmte Hydraulikkupplungssysteme. EN 14420-6 betrifft Tankwagenkupplungen und EN 14420-7 Hebelarmkupplungen. DIN 3489 wird bei den entsprechend ausgewiesenen Kompressorkupplungen verwendet.

Für Druckluftkupplungen sind zusätzlich die konkrete Nennweite und das Steckprofil entscheidend. Eine Norm-, Profil- oder Nennweitenangabe darf nur verwendet werden, wenn das betreffende Produkt die jeweiligen geometrischen und technischen Anforderungen erfüllt.

 

Kupplungssystem und Anschluss richtig bestimmen

 

Bestimmen Sie zunächst das Medium und den maximalen Betriebsdruck der Anwendung. Druckluft, Hydrauliköl, Wasser, Kraftstoff, Chemikalien und abrasive Strahlmittel stellen unterschiedliche Anforderungen an Kupplungskörper, Ventile und Dichtungen.

Wählen Sie anschließend das benötigte Kupplungssystem. Bei Druckluftkupplungen sind Nennweite und Steckprofil maßgeblich. Hydraulikkupplungen werden nach System beziehungsweise Norm, Nenngröße, Druckbereich und Ventilbauart ausgewählt. Bei Klauen-, Storz-, Kamlock- und Tankwagenkupplungen gelten jeweils eigene Anschlussmaße und Verriegelungsprinzipien.

Der Leitungsanschluss kann als Innengewinde, Außengewinde, Schlauchtülle, Überwurfmutter, Klemmanschluss oder systembezogener Adapter ausgeführt sein. Gewindeart und Gewindegröße müssen zum vorhandenen Gegenanschluss passen. Schlauchtüllen sind zusätzlich anhand des Schlauchinnendurchmessers und der erforderlichen Schlauchsicherung auszuwählen.

Berücksichtigen Sie außerdem Durchfluss, Druckverlust, Temperaturbereich, Medienbeständigkeit, Kuppelhäufigkeit und Einbausituation. Ob eine Kupplung unter Druck verbunden oder getrennt werden darf, ist ausschließlich den technischen Angaben der jeweiligen Serie zu entnehmen.

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