Dichtringe, Profildichtringe & Hydraulik-Dichtringe
Dichtringe für Gewinde, Hydraulik und Manometer
Dichtringe dichten statische Verbindungen zwischen Verschraubungen, Anschlussgewinden, Gehäusen, Manometern und hydraulischen Bauteilen ab. Für eine zuverlässige Funktion müssen Bauform, Abmessungen, Werkstoff, Medium, Druck und Temperatur aufeinander abgestimmt sein.
Das Sortiment umfasst massive Dichtringe aus Hart-PVC, PTFE, Polyamid, Vulkanfiber, Aluminium und Kupfer. Hinzu kommen WIKA® Profildichtringe für Manometer, ELASTO-Dichtringe, unverlierbare Polyamid-Dichtringe, Profildichtringe nach DIN 3869 sowie selbstzentrierende Hydraulik-Dichtringe mit NBR- oder FKM-Einlage.
Dichtringe nach DIN 7603 stehen in mehreren Werkstoffen und Anschlussgrößen zur Verfügung. Profildichtringe nach DIN 3869 werden für axial-statische Abdichtungen an geeigneten metrischen und zölligen Gewindeanschlüssen eingesetzt. Hydraulik-Dichtringe kombinieren kombinieren einen metallischen Trägerring mit einer Elastomer-Einlage und zentrieren sich beim Anziehen der Verbindung.
Eine Flanschdichtung mit produktbezogenen DVGW-, BAM- und TA-Luft-Angaben ergänzt die Kategorie. Die ebenfalls enthaltenen Schutzkappen und Schutzstopfen dienen dagegen dem Schutz von Gewinden und Rohrenden und übernehmen keine drucktragende Dichtfunktion.
Kupfer, Aluminium, PTFE, Polyamid, NBR und FKM
Die Auswahl des Werkstoffs richtet sich nach Medium, Betriebstemperatur, Druck, Anschlussgeometrie und Einbausituation. Die Kategorie enthält sowohl massive Dichtringe aus Metall oder Kunststoff als auch Profildichtringe und Verbunddichtungen mit Elastomeranteil.
Kupfer- und Aluminium-Dichtringe werden durch das Anziehen der Verbindung verformt und dichten geeignete plane Anschlussflächen statisch ab. Sie stehen unter anderem in Ausführungen nach DIN 7603 Form A zur Verfügung. Vor einer Wiederverwendung muss geprüft werden, ob der Dichtring bleibend verformt oder beschädigt wurde.
PTFE besitzt eine breite chemische Beständigkeit und einen großen Temperatureinsatzbereich. Der konkrete Einsatz eines PTFE-Dichtrings muss dennoch mit Medium, Druck, Temperatur und Gegenwerkstoff abgeglichen werden. Polyamid- und Hart-PVC-Dichtringe eignen sich für definierte statische Gewindeabdichtungen, dürfen aber nicht pauschal für sämtliche Medien und Temperaturen eingesetzt werden.
NBR wird häufig bei Mineralölen, Hydraulikölen und Fetten eingesetzt. FKM besitzt gegenüber NBR im Allgemeinen eine höhere Temperatur- und Chemikalienbeständigkeit. Beide Werkstoffe haben jedoch klare Beständigkeitsgrenzen. Für Profildichtringe nach DIN 3869 und selbstzentrierende Hydraulik-Dichtringe muss deshalb die zum Medium passende Elastomer-Ausführung gewählt werden.
Bauformen, Normen und Abmessungen richtig auswählen
Für die Auswahl eines Dichtrings sind Innen- und Außendurchmesser, Ringstärke, Profil, Werkstoff und Anschlussgröße entscheidend. Bei gewindebezogenen Produkten muss zusätzlich zwischen metrischem Gewinde und zölligem Rohrgewinde unterschieden werden.
Dichtringe nach DIN 7603 Form A besitzen einen flachen Querschnitt und werden für statische Abdichtungen an geeigneten Verschlussschrauben und Anschlussflächen verwendet. In dieser Kategorie stehen Varianten aus Vulkanfiber, Aluminium und Kupfer sowie Kupfer-Dichtringe in Sonderabmessungen zur Verfügung.
Profildichtringe nach DIN 3869 besitzen einen geformten Querschnitt und werden axial-statisch zwischen Gewindeelement und Anlagefläche eingesetzt. Die Profilgeometrie vermindert das Verdrehen und die unerwünschte Verformung bei der Montage. Angeboten werden metrische und zöllige Ausführungen aus NBR oder FKM.
Selbstzentrierende Hydraulik-Dichtringe bestehen aus einem metallischen Ring mit fest verbundener Elastomer-Dichtlippe. Das Sortiment umfasst metrische und zöllige NBR-Ausführungen sowie zöllige FKM-Ausführungen mit unterschiedlichen metallischen Trägermaterialien.
WIKA® Profildichtringe sind für passende Manometeranschlüsse mit Innen- oder Außenzentrierung vorgesehen. Anschlussgröße, Zentrierungsart und Werkstoff müssen zum jeweiligen Messgerät und Einschraubanschluss passen.
DIN 7603, DIN 3869 und produktbezogene Freigaben
DIN 7603 beschreibt verschiedene Bauformen und Abmessungen metallischer und nichtmetallischer Dichtringe für statische Verbindungen. In dieser Kategorie sind Dichtringe nach DIN 7603 Form A aus Vulkanfiber, Aluminium und Kupfer erhältlich.
Profildichtringe nach DIN 3869 dienen der axial-statischen Abdichtung von Gewindeanschlüssen. Die angebotenen NBR- und FKM-Ausführungen sind für metrische oder zöllige Anschlüsse auswählbar. Die Normbezeichnung allein legt jedoch weder Medienbeständigkeit noch zulässigen Druck- und Temperaturbereich fest.
DVGW-, BAM-, TA-Luft-, FDA-, Trinkwasser- oder Lebensmittelangaben dürfen nur bei dem Produkt verwendet werden, für das eine aktuelle und passende Dokumentation vorliegt. Eine Freigabe darf nicht von einem Werkstoff oder einer anderen Dichtungsvariante auf das gesamte Sortiment übertragen werden.
Die Flanschdichtung dieser Kategorie wird mit DVGW-, BAM- und TA-Luft-Angaben geführt. Vor dem Einsatz müssen Abmessung, Nennweite, Medium, Druck, Temperatur und der genaue Geltungsbereich der jeweiligen Prüfung kontrolliert werden.
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