2/2- & 3/2-Wege-Magnetventile für Wasser & Medien
Magnetventile zum Absperren, Umschalten und Entlasten
In dieser Kategorie finden Sie 2/2- und 3/2-Wege-Magnetventile für das elektrische Absperren, Freigeben, Umschalten oder Entlasten von Medienströmen. Das Sortiment umfasst Ausführungen aus Messing, Edelstahl und Aluminium sowie Ventile für Wasser, neutrale Flüssigkeiten, Vakuum, Kraftstoffumschaltung und Kompressoren-Druckentlastung.
Zur Auswahl stehen stromlos geschlossene Ventile (NC), stromlos geöffnete Ventile (NO) sowie direkt-, vor- und zwangsgesteuerte Ausführungen. Diese Funktionsarten unterscheiden sich insbesondere beim erforderlichen Differenzdruck, beim möglichen Druckbereich und beim erreichbaren Durchfluss.
Prüfen Sie vor der Auswahl Medium, Betriebsdruck, Differenzdruck, Temperatur, Nennweite, Anschlussgewinde, Durchflusswert, Dichtungswerkstoff, Betriebsspannung und elektrische Anschlussart. Die Werkstoff- und Medienverträglichkeit muss für jede Ventilausführung einzeln bestätigt sein.
Unterschied zwischen 2/2- und 3/2-Wege-Magnetventilen
Ein 2/2-Wege-Magnetventil besitzt zwei Anschlüsse und zwei Schaltstellungen. Es wird überwiegend zum Öffnen oder Absperren einer Medienleitung eingesetzt. Bei einer NC-Ausführung ist der Durchfluss im stromlosen Zustand geschlossen. Ein NO-Ventil ist im stromlosen Zustand geöffnet.
Ein 3/2-Wege-Magnetventil besitzt drei Anschlüsse und zwei Schaltstellungen. Abhängig von der internen Verschaltung kann es einen Verbraucher abwechselnd mit dem Zulauf oder der Entlastung verbinden beziehungsweise einen Medienweg umschalten. Die genaue Anschlussbelegung muss dem Schaltbild des jeweiligen Ventils entnommen werden.
Die Angabe 2/2 oder 3/2 beschreibt ausschließlich die Anzahl der Anschlüsse und Schaltstellungen. Sie macht noch keine Aussage über Medium, Druckbereich, Betätigungsprinzip oder Ruhestellung.
Direkt-, vor- und zwangsgesteuerte Magnetventile
Bei einem direktgesteuerten Magnetventil bewegt der Magnetantrieb das Dichtelement unmittelbar. Solche Ventile können je nach Ausführung ohne Mindestdifferenzdruck arbeiten. Der zulässige Druckbereich und die Nennweite müssen dennoch den jeweiligen Produktdaten entnommen werden.
Vorgesteuerte beziehungsweise servogesteuerte Magnetventile nutzen den vorhandenen Druckunterschied zur Unterstützung des Öffnungs- oder Schließvorgangs. Sie benötigen deshalb in der Regel einen ausgewiesenen Mindestdifferenzdruck. Wird dieser unterschritten, kann das Ventil möglicherweise nicht ordnungsgemäß schalten.
Zwangsgesteuerte Magnetventile verbinden eine mechanische Kopplung mit der unterstützenden Wirkung des Mediumdrucks. Abhängig von der Bauart können sie ab 0 bar Differenzdruck arbeiten und zugleich größere Nennweiten ermöglichen. Maßgeblich bleiben der angegebene Mindestdruck, der maximale Betriebsdruck und die zulässige Druckrichtung.
Gehäuse-, Dichtungs- und Medienauswahl
Ventilgehäuse aus Messing, Edelstahl oder Aluminium unterscheiden sich hinsichtlich Medienverträglichkeit, Korrosionsbeständigkeit, Druckbereich und Einsatzumgebung. Der Gehäusewerkstoff allein reicht nicht aus, um die Eignung eines Ventils für ein bestimmtes Medium zu bestimmen.
Ebenso relevant sind alle medienberührten Bauteile und der eingesetzte Dichtungswerkstoff. NBR, EPDM, FKM und weitere Elastomere besitzen unterschiedliche Beständigkeiten gegenüber Wasser, Heißwasser, Ölen, Kraftstoffen, Chemikalien und Temperaturen. Die konkrete Freigabe muss anhand der technischen Produktdaten geprüft werden.
Edelstahl bedeutet nicht automatisch, dass ein Ventil für Trinkwasser, Lebensmittel oder demineralisiertes Wasser zugelassen ist. Für Trinkwasseranwendungen sind die ausdrücklich ausgewiesenen hygienischen und regulatorischen Nachweise der vollständigen Ventilausführung erforderlich. Das gilt auch für Messingventile, Dichtungen und sonstige medienberührte Komponenten.
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