Sicherheits-, Überström- & Druckbegrenzungsventile

Sicherheits-, Überström- und Druckbegrenzungsventile

Ventile zur Druckbegrenzung und Druckabsicherung


Sicherheitsventile, Überströmventile und Druckbegrenzungsventile dienen der Begrenzung oder Ableitung von Druck in pneumatischen und hydraulischen Systemen. Die genaue Funktion hängt von der Ventilbauart, dem eingestellten Ansprechdruck und der jeweiligen Anwendung ab.

Das Sortiment umfasst einstellbare Mini- und Standardventile sowie fest eingestellte und verplombte TÜV-Sicherheitsventile. Je nach Ausführung stehen Ventile aus Messing, vernickeltem Messing oder Edelstahl in unterschiedlichen Nennweiten und Druckbereichen zur Verfügung.

Einstellbare, nicht bauteilgeprüfte Ventile müssen deutlich von bauteilgeprüften Sicherheitsventilen unterschieden werden. Für vorgeschriebene Absicherungsaufgaben an Druckgeräten darf nur eine Ausführung verwendet werden, deren Zulassung, Einstelldruck, Abblaseleistung und technische Dokumentation die konkrete Anwendung abdecken.

Bei der Auswahl sind Medium, zulässiger Systemdruck, erforderlicher Ansprech- oder Einstelldruck, Abblaseleistung, Temperaturbereich, Anschlussgröße, Nennweite, Werkstoff und Einbausituation zu berücksichtigen. Die technischen Angaben der jeweiligen Ventilausführung sind dabei verbindlich.

 

1 bis 11 (von insgesamt 11)

Sicherheits-, Überström- und Druckbegrenzungsventile unterscheiden


Sicherheitsventile begrenzen den Druck, indem sie bei Erreichen des festgelegten Ansprechdrucks öffnen und das Medium über den vorgesehenen Auslass ableiten. Ob ein Sicherheitsventil für eine vorgeschriebene Anlagenabsicherung verwendet werden darf, richtet sich nach seiner Bauart, Zulassung, Einstellung, Abblaseleistung und der konkreten Anwendung.

Überströmventile öffnen bei Erreichen des eingestellten Drucks einen zusätzlichen Strömungsweg. Sie können zur Druckbegrenzung oder zur Ableitung eines überschüssigen Volumenstroms eingesetzt werden. Die genaue Funktion und Rückführung des Mediums hängen von der jeweiligen Ventilkonstruktion und der Schaltung ab.

Druckbegrenzungsventile begrenzen den maximalen Druck eines hydraulischen oder pneumatischen Systems beziehungsweise eines einzelnen Anlagenbereichs. Beim Erreichen des eingestellten Druckwerts öffnen sie den dafür vorgesehenen Entlastungsweg.

Die Bezeichnungen überschneiden sich je nach Fachgebiet, Hersteller und Ventilkonstruktion. Für die Auswahl sind deshalb nicht allein die Produktbezeichnung, sondern vor allem Schaltfunktion, Einstellbereich, Durchflussleistung, Anschlussbild, Medium und technische Dokumentation maßgeblich.

 

Werkstoffe, Anschlüsse & Einstellarten

 

Die Ventile dieser Kategorie sind je nach Ausführung aus Messing, vernickeltem Messing oder Edelstahl erhältlich. Im Sortiment befinden sich unter anderem Edelstahlvarianten aus 1.4305 und 1.4401. Die Werkstoffauswahl muss anhand des verwendeten Mediums, der Umgebung und der zulässigen Temperatur erfolgen.

Die angebotenen Ventile besitzen unterschiedliche Gewindeanschlüsse und Nennweiten. Anschlussart und Anschlussgröße müssen sowohl zur vorhandenen Leitung als auch zum erforderlichen Volumenstrom und zur Einbausituation passen.

Einstellbare Ventile ermöglichen die Anpassung innerhalb des jeweils angegebenen Druckbereichs. Daneben stehen fest eingestellte und verplombte TÜV-Sicherheitsventile zur Verfügung. Eine werkseitig festgelegte und verplombte Ausführung darf nicht mit einem frei einstellbaren, nicht bauteilgeprüften Ventil gleichgesetzt werden.

Vor der Auswahl sind Einstell- beziehungsweise Ansprechdruck, zulässiger Betriebsdruck, Temperaturbereich, Medium, Dichtungswerkstoff und Abblaseleistung anhand der technischen Produktdaten zu prüfen.

 

Wichtige Auswahlkriterien für den Kauf

 

Für die Auswahl müssen zunächst die Funktion des Ventils und die Anforderungen der Anlage bestimmt werden. Ein Sicherheitsventil für eine vorgeschriebene Druckabsicherung unterliegt anderen Anforderungen als ein einstellbares Überström- oder Druckbegrenzungsventil innerhalb einer pneumatischen oder hydraulischen Schaltung.

Der maximal zulässige Druck der Anlage ist nicht automatisch mit dem Einstell- oder Ansprechdruck des Ventils gleichzusetzen. Die Druckwerte müssen unter Berücksichtigung der Anlage, der geltenden Vorgaben und der technischen Dokumentation aufeinander abgestimmt werden.

Die erforderliche Abblase- beziehungsweise Durchflussleistung muss ausreichen, um den auftretenden Volumenstrom sicher abzuleiten. Ein passendes Anschlussgewinde allein genügt deshalb nicht zur Auslegung eines Sicherheitsventils.

Weitere Auswahlkriterien sind Medium, Aggregatzustand, Temperatur, Werkstoff, Dichtungswerkstoff, Nennweite, Anschlussgröße, Gegendruck und Einbaulage. Der Auslass muss so angeordnet oder weitergeführt werden, dass das austretende Medium keine zusätzliche Gefährdung verursacht.

Bei einer vorgeschriebenen Druckabsicherung sind außerdem Bauteilprüfung, Kennzeichnung, Einstellnachweis und verfügbare Zertifikate zu kontrollieren. Einstellbare, nicht bauteilgeprüfte Ventile dürfen nicht allein aufgrund ihrer Produktbezeichnung als Ersatz für ein zugelassenes Sicherheitsventil ausgewählt werden.

Entdecken Sie auch unsere Kategorie Manometer - Regler, Druckluftbehälter sowie DruckschalterJetzt Ventile zur Druckabsicherung auswählen!

Gewinde richtig auswählen: Leitfaden zu Pneumatik-Gewinden“ – Gewindetabelle

Gambio Ladezeiten optimiert von Werbe-Markt.de