Pneumatische Logik- und Sonderventile: UND, ODER und Schnellentlüftung

Pneumatische Logik- und Sonderventile für Steuerungen

Pneumatische Signale verknüpfen, steuern und entlüften


Pneumatische Logik- und Sonderventile verarbeiten Druckluftsignale direkt innerhalb einer Steuerung. UND- und ODER-Ventile bilden logische Verknüpfungen, während Signalunterbrecher aus einem anstehenden Signal einen zeitlich begrenzten Impuls erzeugen können.

Zum Sortiment gehören außerdem pneumatische Additions- und Vorwahlzähler für die Erfassung von Schaltvorgängen sowie Schnellentlüftungsventile, die Druckluft unmittelbar in der Nähe eines Pneumatikzylinders ableiten. Passende Ersatzmembranen ermöglichen die Instandhaltung der angebotenen Standard-Schnellentlüftungsventile.

Welche Komponente geeignet ist, richtet sich nach der benötigten Logikfunktion, dem Signal- und Betriebsdruck, dem Durchfluss, der Anschlussgröße sowie dem gewünschten Zeit- oder Zählverhalten. Für sicherheitsgerichtete Steuerungen dürfen ausschließlich Bauteile und Schaltungen mit nachgewiesener sicherheitstechnischer Eignung verwendet werden.

 

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UND- und ODER-Ventile für pneumatische Logikfunktionen

 

Ein ODER-Ventil, auch Wechselventil genannt, besitzt zwei pneumatische Eingänge und einen Ausgang. Am Ausgang liegt ein Drucksignal an, sobald mindestens einer der beiden Eingänge beaufschlagt wird. Der interne Schaltkörper sperrt dabei den jeweils anderen Eingang gegen Rückströmung ab.

Ein UND-Ventil, auch Zweidruckventil genannt, gibt ein Ausgangssignal nur dann frei, wenn an beiden Eingängen Druck anliegt. Bei unterschiedlichen Eingangsdrucken richtet sich der Ausgangsdruck konstruktionsbedingt nach dem niedrigeren Signal beziehungsweise den technischen Daten des Ventils.

UND- und ODER-Ventile können pneumatische Steuerbedingungen verknüpfen. Ein gewöhnliches UND-Ventil ist jedoch keine automatisch zertifizierte Sicherheitskomponente und darf nicht ohne geeignete Steuerungsarchitektur als Zweihand-Sicherheitssteuerung eingesetzt werden.
 

Signalunterbrecher, Zähler und Schnellentlüftungsventile

 

Ein pneumatischer Signalunterbrecher wandelt ein länger anstehendes Drucksignal in einen begrenzten Ausgangsimpuls um. Er kann innerhalb pneumatischer Ablaufsteuerungen eingesetzt werden, wenn ein nachfolgendes Steuerglied nur kurz angesteuert werden soll. Zeitverhalten, Druckbereich und Rückstellung sind anhand der konkreten Ausführung zu prüfen.

Pneumatische Additionszähler erfassen eingehende Druckimpulse. Vorwahlzähler ermöglichen abhängig von der Ausführung die Vorgabe einer bestimmten Impulszahl und die Ausgabe eines pneumatischen Signals nach Erreichen des eingestellten Werts. Zählbereich, Rückstellung und Signaldruck müssen zur Steuerungsaufgabe passen.

Schnellentlüftungsventile leiten die Abluft eines Pneumatikzylinders direkt in die Umgebung ab, anstatt sie über Ventil und längere Schlauchleitungen zurückzuführen. Für eine wirksame Schnellentlüftung werden sie möglichst nah am Zylinderanschluss montiert. Anschlussgröße, Nennweite und Abluftleistung müssen zum benötigten Volumenstrom passen.
 

Anschlussgröße, Druckbereich und Einbau auswählen


 

Prüfen Sie bei Logikventilen zunächst die benötigte UND- oder ODER-Funktion sowie Anzahl und Belegung der pneumatischen Anschlüsse. Signal- und Betriebsdruck müssen innerhalb der für das jeweilige Ventil angegebenen Bereiche liegen. Druckverluste und erforderlicher Mindestdruck sind besonders bei der Verknüpfung mehrerer Logikglieder zu berücksichtigen.

Bei Schnellentlüftungsventilen bestimmen Anschlussgröße, Nennweite und Abluftleistung die erreichbare Entlüftungsgeschwindigkeit. Das Ventil sollte möglichst nah am Zylinder montiert werden. Die Abluftöffnung muss frei bleiben oder mit einem ausreichend dimensionierten Schalldämpfer versehen werden.

Ersatzmembranen müssen eindeutig zur vorhandenen Baureihe und Ventilgröße passen. Bei Signalunterbrechern und pneumatischen Zählern sind zusätzlich Impulsdauer, Zählbereich, Rückstellungsart und zulässige Signalfrequenz zu prüfen.

Standardisierte Gewinde allein gewährleisten keine Kompatibilität mit Komponenten von AIRTEC, E-MC oder YPC. Entscheidend sind Funktion, Anschlussbelegung, Druckbereich, Durchfluss und die technischen Abmessungen des jeweiligen Bauteils.

 

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