Manometer & Vakuummeter mit senkrechtem Anschluss
Manometer und Vakuummeter mit Anschluss unten
Manometer mit senkrechtem Anschluss besitzen ihren Prozessanschluss an der Unterseite des Gehäuses. Diese auch als radialer Anschluss bezeichnete Bauform eignet sich für die direkte Montage an Rohrleitungen, Druckreglern, Wartungseinheiten und weiteren Komponenten der Drucklufttechnik.
Das Sortiment umfasst Manometer für positiven Relativdruck, Vakuummeter für Unterdruck sowie Kapselfedermanometer für niedrige Druckbereiche. Für Anwendungen mit Vibrationen oder pulsierenden Drücken stehen flüssigkeitsgefüllte Glyzerinmanometer zur Verfügung. Ergänzt wird die Auswahl durch Präzisionsmanometer, Schweißtechnikmanometer, Profildichtringe und farbige Schutzkappen.
Für die Produktauswahl sind Messbereich, Nenngröße, Genauigkeitsklasse, Anschlussgewinde, Gehäusewerkstoff und Messstoff entscheidend. Die zulässigen Einsatzbedingungen sind den technischen Angaben des jeweiligen Manometers zu entnehmen.
Standard-, Präzisions- und Kapselfedermanometer
Standardmanometer eignen sich für die allgemeine Druckanzeige in Maschinen, Rohrleitungen und pneumatischen Anlagen. Je nach Ausführung stehen unterschiedliche Gehäusedurchmesser, Anschlussgrößen, Messbereiche und Genauigkeitsklassen zur Verfügung.
Präzisionsmanometer der Genauigkeitsklasse 1.0 sind für Anwendungen vorgesehen, bei denen eine kleinere zulässige Anzeigabweichung benötigt wird. Angeboten werden entsprechende Manometer mit Nenngrößen von 100 und 160 mm.
Kapselfedermanometer werden zur Messung niedriger Drücke im Millibarbereich eingesetzt. Die angebotenen Ausführungen sind in mehreren Nenngrößen erhältlich und je nach Variante bis zum Zehnfachen des Skalenendwertes überlastbar.
Vakuummeter und Glyzerinmanometer richtig einsetzen
Vakuummeter erfassen negativen Relativdruck. In dieser Kategorie ist eine Ausführung mit einer Skala von −1 bis 0 bar, Anschluss unten sowie Nenngrößen von 40, 50 und 63 mm vorhanden. Vor der Auswahl ist zu prüfen, ob ausschließlich Unterdruck oder ein kombinierter Über- und Unterdruckbereich gemessen werden soll.
Glyzerinmanometer besitzen eine Gehäusefüllung, die Zeigerbewegungen bei Vibrationen und pulsierenden Druckverläufen dämpft. Dadurch lässt sich der angezeigte Wert unter dynamischen Betriebsbedingungen ruhiger ablesen. Angeboten werden Eco-Line-Ausführungen mit Nenngrößen von 63 und 100 mm.
Messstoff, Temperatur, Druckverlauf und zulässige Werkstoffe müssen bei der Auswahl berücksichtigt werden. Eine Glyzerinfüllung ersetzt weder die Prüfung der Medienverträglichkeit noch einen geeigneten Schutz vor unzulässigen Druckspitzen.
Messbereich, Nenngröße und Genauigkeitsklasse auswählen
Der Messbereich muss zum normalen Betriebsdruck und zu möglichen Druckspitzen passen. Der Betriebsdruck sollte nicht dauerhaft am Skalenendwert liegen. Für Unterdruck ist ein Vakuummeter mit negativem Messbereich erforderlich; für niedrige positive Drücke können Kapselfedermanometer geeignet sein.
Die Nenngröße beschreibt den Gehäusedurchmesser und beeinflusst die Ablesbarkeit. In dieser Kategorie stehen je nach Bauart Nenngrößen von 40 bis 160 mm zur Verfügung. Für die Auswahl sollte die Bezeichnung NG 63, NG 100 oder NG 160 verwendet werden.
Die Genauigkeitsklasse gibt die zulässige Anzeigabweichung bezogen auf die Messspanne an. Das Sortiment umfasst je nach Produkt die Klassen 2.5, 1.6 und 1.0. Eine niedrigere Klassenzahl kennzeichnet die kleinere zulässige Abweichung.
Das Anschlussgewinde und die Anschlusslage müssen zur Messstelle passen. Bei den Produkten dieser Kategorie befindet sich der Anschluss unten. Zusätzlich sind Gehäusewerkstoff, Werkstoff des Messsystems, Messstofftemperatur, Umgebungstemperatur und mögliche Vibrationen zu berücksichtigen.
Profildichtringe können bei geeigneten Manometeranschlüssen mit Zentrierzapfen zur Abdichtung und Ausrichtung eingesetzt werden. Vor der Montage muss geprüft werden, ob Dichtungsform, Gewinde und Anschlussgeometrie zusammenpassen.
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Tipp: Verwenden Sie Manometer-Profildichtringe um das Manometer bei der Montage korrekt zu positionieren.
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