Präzisions- & Proportionaldruckregler für Druckluft
Mechanische und elektronische Druckregelung präzise auswählen
Präzisionsdruckregler ermöglichen eine besonders genaue mechanische Regelung des Ausgangsdrucks in Druckluftanlagen. Je nach Ausführung stehen Modelle für niedrige Ausgangsdrücke, hohe Durchflussmengen oder Anwendungen mit geringer zulässiger Druckabweichung zur Verfügung. Zu den wichtigen Auswahlwerten gehören Regelbereich, maximaler Eingangsdruck, Durchfluss, Genauigkeit, Eigenluftverbrauch und Sekundärentlüftung.
Elektronische Proportionaldruckregler verändern den Ausgangsdruck abhängig von einem elektrischen Sollwertsignal. Der angebotene Eco-Line Proportionaldruckregler ist je nach Ausführung für ein Eingangssignal von 0–10 V oder 4–20 mA erhältlich. Display und Bedientasten ermöglichen die Parametrierung sowie die Anzeige von Soll- und Istwert. Für die Auswahl müssen neben Druckbereich und Anschlussgröße auch Versorgungsspannung, Sollwertsignal und gewünschter Monitorausgang berücksichtigt werden.
Das Sortiment umfasst kompakte Präzisionsdruckregler bis 750 beziehungsweise 1.150 l/min, Hochleistungs-Präzisionsdruckregler bis 6.500 l/min sowie Druckminderer für besonders niedrige Ausgangsdrücke. Die genaue Eignung richtet sich nach Druckbereich, benötigtem Volumenstrom, Luftqualität und den technischen Anforderungen der Anwendung.
Mechanische Präzisionsdruckregler: Genauigkeit und Durchfluss
Mechanische Präzisionsdruckregler reduzieren den Eingangsdruck und halten den eingestellten Ausgangsdruck innerhalb ihrer konstruktionsbedingten Genauigkeit. Gegenüber universellen Standarddruckreglern sind sie für Anwendungen vorgesehen, bei denen kleine Druckabweichungen und eine feinfühlige Einstellung besonders wichtig sind.
Die Modelle dieser Kategorie unterscheiden sich deutlich. Der kompakte Präzisionsdruckregler bis 750 l/min erreicht eine angegebene Genauigkeit von ±7,5 mbar. Beim Hochleistungs-Präzisionsdruckregler werden modellabhängig bis zu 6.500 l/min und eine Genauigkeit von ±2,5 mbar angegeben. Der Eco-Line Präzisionsdruckregler besitzt eine Genauigkeit von ±16 mbar und einen Eigenluftverbrauch von 4,4 l/min.
Einige Ausführungen sind rücksteuerbar und verfügen über eine Sekundärentlüftung. Der Präzisionsdruckminderer für besonders niedrige Ausgangsdrücke ist dagegen nicht rücksteuerbar. Deshalb müssen neben Genauigkeit und Durchfluss auch Entlüftungsfunktion, Eingangsdruck, Regelbereich und zulässige Luftqualität verglichen werden.
Elektronische Proportionaldruckregler: Sollwert per Analogsignal
Ein elektronischer Proportionaldruckregler setzt ein elektrisches Sollwertsignal in einen entsprechenden pneumatischen Ausgangsdruck um. Dadurch lässt sich der Druck aus einer Maschinensteuerung oder einem übergeordneten Regelprozess heraus verändern, ohne den Regler von Hand neu einzustellen.
Der Eco-Line Proportionaldruckregler ist je nach Variante für ein analoges Eingangssignal von 0–10 V oder 4–20 mA erhältlich. Die Versorgung erfolgt mit 21,6–26,4 V DC. Über das integrierte Display lassen sich Soll- und Istwert kontrollieren und Einstellungen direkt am Gerät vornehmen.
Je nach Ausführung steht ein Monitorausgang mit 1–5 V, 4–20 mA oder als PNP-Ausgang zur Verfügung. Die angegebene Linearität beträgt ±1 % vom Endwert, die Wiederholgenauigkeit ±0,5 % und die Hysterese 0,5 %. Der vierpolige M12-Anschluss ist A-codiert und entspricht DIN EN 61076-2-101.
Druckbereich, Genauigkeit, Signal und Luftqualität auswählen
Der benötigte Regelbereich muss zur Anwendung passen. Gleichzeitig darf der zulässige Eingangsdruck des Reglers nicht überschritten werden. Beim elektronischen Proportionaldruckregler muss der Eingangsdruck mindestens 1 bar über dem gewünschten Ausgangsdruck liegen.
Die erforderliche Durchflussmenge entscheidet über die passende Reglergröße. Für kleine und mittlere Volumenströme eignen sich die kompakten Präzisionsregler, während die FDR-Ausführungen für deutlich höhere Durchflüsse vorgesehen sind. Maßgeblich sind dabei immer die im Datenblatt genannten Messbedingungen.
Für besonders druckempfindliche Prozesse sollten Genauigkeit, Hysterese, Wiederholgenauigkeit und Eigenluftverbrauch separat verglichen werden. Diese Werte sind nicht bei allen Produkten identisch und dürfen deshalb nicht als gemeinsame Eigenschaft der gesamten Kategorie dargestellt werden.
Bei elektronischen Reglern müssen Sollwertsignal, Versorgungsspannung und Monitorausgang zur Steuerung passen. Das angebotene Eco-Line Modell arbeitet je nach Variante mit 0–10 V oder 4–20 mA und benötigt eine Versorgung von 21,6–26,4 V DC.
Auch die Luftqualität ist zu prüfen. Mehrere Regler verlangen ölfreie und auf 5 µm gefilterte Druckluft. Für deren Installation sollten passende Filter, Manometer, Pneumatikschläuche und Gewindeanschlüsse entsprechend der Anschlussgröße ausgewählt werden.
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