Funktionsverschraubungen und Hohlschraubenventile für Pneumatik
Pneumatische Funktionen direkt am Anschluss integrieren
Funktionsverschraubungen verbinden Pneumatikschläuche mit Ventilen, Zylindern oder anderen Komponenten und übernehmen gleichzeitig eine zusätzliche pneumatische Funktion. Dadurch lassen sich Durchflussregelung, Rückschlagsicherung, Absperrung, Druckregelung oder Signalerfassung direkt am Anschluss beziehungsweise innerhalb der Leitung realisieren.
Das Sortiment umfasst Drosselrückschlagventile, Leitungsdrosseln, entsperrbare Rückschlagventile, Druckregelventile, Differenzdruckregler, Absperrhähne, selbstabsperrende Steckverbinder, Signalverschraubungen und 3/2-Wege-Ventile. Ergänzend stehen Drosselrückschlag- und Kipphebelventile in Hohlschraubenbauform zur Verfügung.
Bei der Auswahl müssen Funktion, Durchflussrichtung, Gewindeart, Schlauchaußendurchmesser, Druckbereich und Einbausituation aufeinander abgestimmt werden. Für die Geschwindigkeitsregelung eines Pneumatikzylinders ist zusätzlich zwischen Abluft- und Zuluftdrosselung zu unterscheiden.
Drosseln, Sperren, Regeln und Signale erfassen
Drosselrückschlagventile regeln den Volumenstrom in einer Durchflussrichtung und ermöglichen in der Gegenrichtung einen weitgehend freien Durchfluss. Je nach Einbaurichtung dienen sie zur Abluft- oder Zuluftdrosselung eines Pneumatikzylinders. Die Einstellung erfolgt abhängig von der Ausführung über eine Rändel- oder Schlitzschraube.
Rückschlagventile sperren den Durchfluss in einer Richtung. Pneumatisch entsperrbare Rückschlagventile können durch ein zusätzliches Steuersignal geöffnet werden und lassen sich zur kontrollierten Sperrung eines Zylinderanschlusses einsetzen. Sie ersetzen ohne entsprechende Bewertung jedoch keine sicherheitsgerichtete Lastsicherung.
Absperrhähne und selbstabsperrende Steckverschraubungen unterbrechen den Luftstrom bei manueller Betätigung beziehungsweise beim Lösen einer Verbindung. Druckregelventile und vordruckabhängige Differenzdruckregler beeinflussen den Druck unmittelbar am Anschluss.
Signalverschraubungen erfassen abhängig von ihrer Ausführung einen pneumatischen Zustand und stellen ein entsprechendes Signal bereit. 3/2-Wege- und Kipphebelventile verbinden die Anschlussfunktion mit einer manuellen oder mechanischen Schaltfunktion.
Steckanschluss, Gewinde und Bauformen
Die Kategorie umfasst Funktionsverschraubungen mit Steckanschluss, Außengewinde, zylindrischem G-Gewinde und Schottgewinde sowie reine Steckverbindungen für den Leitungseinbau. Der Live-Filter bietet Schlauchaußendurchmesser von 3 bis 12 mm und Gewinde von M3 und M5 bis R beziehungsweise G 1/2.
Bei einer Steckverbindung wird der dafür geeignete Pneumatikschlauch in das Löseelement eingeschoben. Für eine dichte und dauerhaft belastbare Verbindung müssen Schlauchwerkstoff, Außenkalibrierung, Außendurchmesser, zulässiger Druck und Temperaturbereich zur Verschraubung passen.
Hohlschraubenventile ermöglichen eine besonders kompakte Montage direkt am Komponentenanschluss. Bei Winkelbauformen sind zusätzlich Ausrichtung, Schwenkbereich und verfügbarer Einbauraum zu berücksichtigen. Werkstoffe und Dichtungsmaterialien unterscheiden sich je nach Produktgruppe und müssen anhand der konkreten technischen Daten geprüft werden.
Wichtige Auswahlkriterien
Bestimmen Sie zunächst die benötigte Funktion: Drosseln, Rückfluss sperren, pneumatisch entsperren, Druck regeln, manuell absperren oder ein pneumatisches Signal erfassen. Prüfen Sie anschließend die vorgegebene Durchflussrichtung und die Anschlussbelegung des ausgewählten Bauteils.
Wählen Sie den passenden Schlauchaußendurchmesser sowie Gewindeart und Gewindegröße. R- und G-Gewinde dürfen trotz gleicher Zollbezeichnung nicht ohne Prüfung gleichbehandelt werden. Konische R-Gewinde und zylindrische G-Gewinde benötigen unterschiedliche Abdichtungs- und Einschraubbedingungen.
Bei Drosselrückschlagventilen ist zwischen Abluft- und Zuluftdrosselung zu unterscheiden. Für Pneumatikzylinder wird häufig die Abluftdrosselung verwendet, die geeignete Variante richtet sich jedoch nach Zylindertyp, Last, Einbaulage und gewünschtem Bewegungsverhalten.
Berücksichtigen Sie außerdem Betriebsdruck, Temperaturbereich, zulässiges Medium, Durchflussleistung und Dichtungswerkstoff. Entsperrbare Rückschlagventile benötigen zusätzlich einen ausreichend hohen Steuerdruck. Selbstabsperrende Verbinder und Absperrhähne müssen anhand ihrer Entlüftungs- und Sperrfunktion ausgewählt werden.
Mit Funktionsverschraubungen und Hohlschraubenventilen lassen sich auf kleinstem Raum vielerlei Funktionen abbilden.
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