WIKA Schutzrohre Typ B für Bimetallthermometer in Industrie- und Chemieausführung
Diese WIKA Schutzrohre Typ B nehmen Bimetallthermometer mit 8 mm Tauchschaftdurchmesser und G-½-Gewindeanschluss auf. Sie trennen den Temperaturfühler vom Prozessmedium und bilden einen festen Bestandteil der Temperaturmessstelle. Das Thermometer wird über das Innengewinde am Schutzrohr befestigt. Zur Prozessmontage stehen Einschraub- und Einschweißausführungen zur Auswahl.
Die Schutzrohre eignen sich für den Aufbau wartungsfreundlicher Messstellen im Maschinen-, Behälter- und Rohrleitungsbau. Bei einem intakten, fachgerecht montierten Schutzrohr kann das Thermometer ausgebaut werden, während die Trennung zum Prozess bestehen bleibt. Voraussetzung sind die passende Ausführung und eine auf die Betriebsbedingungen abgestimmte Auslegung.
Technische Merkmale
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Hersteller: WIKA.
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Schutzrohrzuordnung: Typ B für passende Industrie- und Chemiethermometer.
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Thermometeranschluss: Innengewinde G ½.
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Passender Tauchschaftdurchmesser: 8 mm.
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Werkstoffe: Edelstahl 1.4571 oder Kupferlegierung.
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Einschraubausführung: Prozessanschluss mit G-½-Außengewinde.
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Einschweißausführung: Edelstahl, Durchmesser 30 mm im Anschlussbereich.
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Druckangaben: Material- und ausführungsabhängig maximal 6 beziehungsweise 25 bar.
Die Gewindeaufnahme verbindet das Thermometer mit dem Schutzrohr. Bei der Auswahl müssen sowohl der Anschluss als auch die Tauchschaftlänge stimmen. Eine passende Gewindegröße allein gewährleistet noch keine korrekte Einbausituation.
Verfügbare Varianten und Druckgrenzen
Acht Ausführungen stehen zur Auswahl:
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Edelstahl 1.4571 zum Einschrauben: Für Tauchschaftlängen 63, 100, 160 und 200 mm; maximal 25 bar.
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Kupferlegierung zum Einschrauben: Für Tauchschaftlänge 160 mm; maximal 6 bar.
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Edelstahl 1.4571 zum Einschweißen: Für Tauchschaftlängen 100, 160 und 200 mm; maximal 25 bar.
Die Druckwerte dürfen nicht unabhängig von Temperatur, Strömung und mechanischer Beanspruchung angesetzt werden. Bei anspruchsvollen Prozessbedingungen ist die Belastbarkeit der konkreten Messstelle gesondert zu prüfen.
Längenzuordnung und Einbaumaße
Die Auswahlgröße bezeichnet die passende Tauchschaftlänge des Thermometers. Sie entspricht nicht automatisch der Einbaulänge des Schutzrohrs.
Für die Einschraubausführungen gelten folgende Zuordnungen:
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Tauchschaft 63 mm: Einbaumaß U 45 mm, Maß L 73 mm.
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Tauchschaft 100 mm: Einbaumaß U 82 mm, Maß L 110 mm.
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Tauchschaft 160 mm: Einbaumaß U 142 mm, Maß L 170 mm.
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Tauchschaft 200 mm: Einbaumaß U 182 mm, Maß L 210 mm.
Bei den Einschweißausführungen beträgt das in der Zeichnung bezeichnete Maß L 73, 133 beziehungsweise 173 mm für Thermometer-Tauchschaftlängen von 100, 160 beziehungsweise 200 mm.
Medien und Werkstoffauswahl
Die Eignung für Wasser, technische Flüssigkeiten oder andere Prozessmedien richtet sich nach deren Verträglichkeit mit dem Schutzrohrwerkstoff und der verwendeten Anschlussabdichtung. Edelstahl 1.4571 und Kupferlegierung müssen dabei getrennt bewertet werden. Die Bezeichnung Chemieausführung bedeutet keine uneingeschränkte Beständigkeit gegenüber aggressiven Medien.
Montage und Messgenauigkeit
Vor der Montage Anschlussmaße, Eintauchtiefe und Einbauraum prüfen. Einschraubausführungen fachgerecht abdichten; Einschweißausführungen mit einem geeigneten Schweißverfahren einbauen. Das Thermometer darf im Schutzrohr nicht mechanisch verspannt werden.
Bei der kurzen Ausführung für 63 mm Tauchschaftlänge kann die Messgenauigkeit nicht gewährleistet werden. Für präzise Messaufgaben ist die Eignung dieser Kombination deshalb vorab zu klären.
Achtung: Druck- und Temperaturgrenzen müssen für die vollständige Messstelle geprüft werden. Strömung, Schwingungen und die Einbaulänge beeinflussen die Belastbarkeit. Arbeiten am Schutzrohr oder Prozessanschluss nur an einer gesicherten, drucklosen und ausreichend abgekühlten Anlage durchführen.




